Zeitspur „Moldenbergrunde am Schnaitheimer Steinbruch“

Der Albschäferweg führt auf den Spuren der Hüte- und Wanderschäfer in zehn Etappen 158 Kilometer durch die Heidenheimer Brenzregion. Dran angedockt sind die Albschäfer-Zeitspuren: Auf den neuen Rundwanderwegen hat man die Wahl zwischen bequemen kurzen Runden und anspruchsvollen Tageswanderungen.

SchferinnenKarinundKerstinWiedenmann Riek Internet

Wer sich auf dem Albschäferweg  zwischen Heidenheim und Nattheim auf den Weg macht, kommt auf der Moldenbergrunde am Schnaitheimer Steinbruch vorbei. Diese Zeitspur eignet sich hervorragend für einen Halbtagesausflug – und unterwegs gibt es einiges zu sehen.
Die sieben Kilometer lange Rundtour beginnt am Schnaitheimer Moldenberg bei der Sportanlage, wo es an der Zufahrtsstraße aus Richtung Schnaitheim ausreichend Parkplätze gibt. Zunächst verläuft die Strecke auf dem Albschäferweg und ist mit den Wegzeichen des Schäfers auf blauem Grund und dem gelben Ring, einem auf der ganzen Alb neu eingeführten Zeichen für Rundwanderwege, markiert.
Entlang des Schnaitheimer Waldsportpfades ist man zunächst auf Waldwegen unterwegs. Infotafeln am Wegesrand informieren über die vielfältige Vegetation in diesem Waldstück. Wanderausflügler passieren auf diesem Abschnitt die Jakobshülbe und erreichen nach einem Marsch über naturnahe Waldwege die Gehrenhütte. Hier trennt sich die Zeitspur vom Albschäferweg, der Richtung Nattheim führt. Die Moldenbergrunde führt an der Gehrenhülbe vorbei hinunter ins Täschental und ist mit dem gelben Rind markiert. Auf den mit Wacholderheiden gesäumten Hängen bis 2008 das Schauhüten des Heidenheimer Schäferlaufs statt.
Im Täschental liegt wohl eine der imposantesten Heideflächen im Landkreis. Immer wieder begegnet man dort den Schafherden von Karin Wiedenmann-Riek. Sie hat die Schäferei ihres Bruders, dem ehemaligen Heidenheimer Stadtschäfer Werner Wiedenmann, übernommen. In die gleichen Fußstapfen tritt Tochter Kerstin Riek. Sie lernt momentan bei Andreas Hopfenziz in Hürben den Beruf der Schäferin.
Kurz vor der Bundesstraße zweigt die Moldenbergrunde ab und verläuft unterhalb des alten Steinbruchs wieder zurück zum Parkplatz. Auf dem Weg hinauf sollte man sich immer mal wieder Zeit nehmen und den Blick Richtung Stadt wenden. Häufig ist von den besonders charakteristischen Gegensätzen des Heidenheimer Stadtbildes die Rede. Dieser Reiz der Gegensätze wird nicht nur deutlich, wenn wie am Moldenberg, Industrie und Natur aufeinander treffen. Auch das Zusammenspiel aus Geschichte und Moderne spiegelt sich aus diesem Blickwinkel wider. Wenn man Schloss Hellenstein hinter dem Neubau der Dualen Hochschule herausblitzten sieht.
Der verlassene Steinbruch ist heute ein wertvoller und schützenswerter Lebensraum für viele Pflanzen- und Tierarten. Deshalb sollte man bei der Wanderung den markierten Weg auch nicht verlassen. Wer nach der kurzen Wanderung am Moldenberg Lust auf mehr hat, sollte auch die weiteren Albschäfer-Zeitspuren erkunden.

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