Was kann ich unternehmen?
Ansbach, St. Johannes,

Jakobusweg Ansbach-Oberdischingen (202 km)

Jakobswege verfolgen ein Ziel: Santiago de Compostela. Frühe Pilger begannen den Weg vor Ihrer Haustüre und benutzten dann ein Wegenetz, das sie so schnell wie möglich dorthin führen sollte. Das waren in der Regel heutige "Altwege" wie Römerstraßen, Handels-, Heer- oder Geleitwege. Sichere Herbergen waren in Klöstern oder Städten. Dieser mit dem internationalen blau-gelben Strahlenmuschel markierte Weg führt über genau 200 Kilometer vom fränkischen Ansbach/St. Gumbertus ins heute württembergische Ellwangen und weiter südlich durchs Kocher- und Brenztal nach Ulm bzw. Oberdischingen, dem Sitz der Schwäbischen Jakobusgesellschaft. Die Strecke durchquert die Schwäbische Alb in 450 - 650 Meter Höhe ohne besondere Anforderungen in Tagesetappen von 14,2 bis 29,9 Kilometern. Besonders die langen Tage lassen sich durch frühere Übernachtungsmöglichkeiten kürzen. Bestmöglich wird das bestehende Wanderwegenetz benutzt und die Tage haben für sich typische Bezeichnungen:
1. Ansbach - Leutershausen: Im Zeichen der Eyb'schen Muschel (16,9 km)
2. Leutershausen - Feuchtwangen: Auf Altwegen unterwegs (23,3 km)
3. Feuchtwangen - Dinkelsbühl: Zur Drehscheibe des Pilgerns (14,2 km)
4. Dinkelsbühl - Ellwangen: Einsamkeit pur im Grenzland (26,7 km)
5. Ellwangen - Unterkochen: Der Schwäbischen Alb zu (26,3 km)
6. Unterkochen - Heidenheim: Durchs Kocher- und Brenztal (22,7 km)
7. Heidenheim - Langenau: Der Klösterliche (29,9 km)
8. Langenau - Ulm: Donauried und Donautal (20,1 km)
9. Ulm - Oberdischingen: Auf dem Hochsträß (20,8km)
Fast alle Orte waren frühere Reichsstädte oder besaßen klösterliche Einrichtungen oder haben durch Ablassbriefe Nah- und Fernpilger angezogen. Die heutige Infrastruktur der "modernen Herbergen" und des Wegenetzes verbessert selbstverständlich die Situation der Pilger und Wanderer. Trotzdem empfiehlt es sich, besonders in den Tagen 4, 5 und 7 ein Rucksackvesper einzupacken, weil mittags keine Einkehr zur Verfügung steht. Pilgergruppen finden bei telefonischer Voranmeldung in den entsprechenden Pfarreien morgendliche Andachten. Unsere Markierung endet in Oberelchingen und geht in die mit gekreuzten Pilgerstäben markierte Strecke der Deutschen Jakobusgesellschaft zum Bodensee über. Von dort kommt der Pilger in Richtung Einsiedeln um dann schlussendlich Santiago de Compostela zu erreichen: "Ultreja"!

Einkehrmöglichkeitfamilienfreundlich

Jakobswegle (4 km)

Auf diesem "Pilgerweg en miniature" folgt man im Geiste dem faszinierenden großen europäischen Pilgerweg.

barrierefreiRundtourEinkehrmöglichkeit