Experimentelle Herstellung von Birkenpech und Muschelwerkzeugen am 18.06.2021 im Archäopark Vogelherd

Am Freitag den 18.06.2021 demonstrieren Benjamin Schürch von der Eberhard Karls Universität Tübingen und Anika Janas vom Archäopark Vogelherd wie Birkenpech experimentell hergestellt werden kann. Birkenpech wurde bereits vom Neanderthaler dazu verwendet, um Werkzeuge und Projektile zu schäften. Archäologisch belegt ist auch die Verwendung des Birkenpechs als „Kaugummi“ und zur Behandlung von Entzündungen im Mundraum, da das Birkenharz entzündungshemmende Stoffe enthält. Für die Herstellung des Steinzeitklebers wird Birkenrinde unter kontrollierten Bedingungen verbrannt. Dieses Verfahren, das einfach und doch effektiv ist, wurde 2019 von Wissenschaftlern der Eberhard Karls Universität Tübingen entwickelt und konnte die bisherige Annahme, dass der Werkstoff nur unter Luftabschluss erzeugt werden kann, widerlegen.

Auch Muschelschalen waren eine Ressource, die die Neanderthaler in Südeuropa häufig nutzten. Besonders in den steinzeitlichen Fundstellen Italiens sind sie häufig anzutreffen. Die Muscheln wurden durch gezielte Bearbeitung in Form gebracht und anschließend als Werkzeuge verwendet. Auch die modernen Menschen im Vogelherd nutzten Muscheln als Werkzeuge. Es wird gezeigt, wie aus Muscheln Werkzeuge entstehen und wie sich diese von den Steinwerkzeugen unterscheiden.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich und es entstehen außer dem Eintritt ins Parkgelände keine Zusatzkosten.

Aktuelle Informationen zu den Corona bedingten Maßnahmen sind unter www.archaeopark-vogelherd.de erhältlich.

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