Kollektives Engagement für den UNESCO Global Geopark Schwäbische Alb

© Heiko Grandel

Über 50 Geopark-Schaffende aus dem Verbandsgebiet tauschten sich beim ersten Geopark-Fachtag aus

Die Karstlandschaft der Schwäbischen Alb ist einzigartig, genauso wie ihr reiches erdgeschichtliches Erbe. Deshalb wurde das Gebiet 2015 von der UNESCO ausgezeichnet und als Geopark Schwäbische Alb in die Liste der bedeutendsten Naturlandschaften der Welt aufgenommen. Gemeinsam mit seinen Partnern entwickelt der Geopark Schwäbische Alb e. V. nachhaltige Projekte in der Region. Dabei kooperiert er mit Kommunen, Institutionen, Vereinen und Verbänden, um die Natur- und Kulturlandschaft der Alb für nachfolgende Generationen zu erhalten.

Voraussetzung dafür ist unter anderem ein starkes Netzwerk mit Beteiligten aus den unterschiedlichen Handlungsfeldern des Geoparks (z. B. Bildung, Schutz der Geotope und des natürlichen/kulturellen Erbes, Geotourismus und nachhaltige Regionalentwicklung). Diese kamen auf Einladung des Landkreises Heidenheim und des Geoparks Schwäbische Alb kürzlich zum ersten Fachtag Geopark Schwäbische Alb in Steinheim am Albuch zusammen, um ihr Netzwerk zu erweitern, sich über die Arbeit des Geoparks zu informieren und Projektbeispiele aus der Praxis kennenzulernen.

„Wir haben uns besonders gefreut, so viele Beteiligte aus unterschiedlichen Fachgebieten begrüßen zu dürfen. Mit ihrer Teilnahme haben sie große Wertschätzung und großes Interesse für den Geopark bekundet“, so die Erste Landesbeamtin Marlene Bolz, die in Vertretung für Landrat Peter Polta ein Grußwort an die Anwesenden richtete.

Die Teilnehmenden erwartete ein abwechslungsreiches Vortragsprogramm mit Informationen dazu, wie innerhalb der UNESCO Global Geoparks die Themen Bildung, Wissenschaft, Nachhaltigkeit und Tourismus kommuniziert und verknüpft werden. Es gab einen Einblick, wie Geologie und Geopark in das touristische Entwicklungskonzept der Heidenheimer Brenzregion eingebettet sind sowie ein Praxisbeispiel für ein Gemeinschaftsprojekt mit dem Geopark: Die GeoTürle, eine Geocaching-Tour zu 17 nachhaltigen Schätzen im Landkreis Reutlingen. Auch ein Blick in den Nachbar-Geopark Ries durfte nicht fehlen.

Zum Abschluss des gemeinsamen Vormittages wurden in einem Workshop eigene Projekte der Teilnehmenden in Bezug zum Geopark und seinen Leitlinien, den UN-Nachhaltigkeitszielen, gesetzt.

Nachmittags schloss sich ein Aktivprogramm rund um Steinheim bzw. im Meteorkrater-Museum an. Spannende Führungen boten Einblicke, wie Geopark-Themen auf lokaler Ebene erlebnisreich umgesetzt werden können.

Weitere Informationen und viel Hintergrundwissen zum Geopark Schwäbische Alb sind auf der Website www.geopark-alb.de zu finden. Auch ein kurzweiliger Erklärfilm zum Geopark steht dort bereit.