Der Albschäferweg

Auf Schäferspuren über die Schwäbische Alb

Wenn man nicht gerade im Bett liegt, ist Schafe zählen alles andere als ermüdend. Ein Schäfchen,
zwei Schäfchen, drei Schäfchen… Wer unterwegs im Grünen einer ganzen Herde begegnet, der merkt:
Schäfer und Schäferin haben ganz schön was zu tun, wenn es darum geht, die tollpatschig-liebenswerten
Tiere beisammenzuhalten und voranzutreiben. Doch auch die Schafe selbst zeigen sich fleißig,
bewahren sie doch Wacholderheiden, Wiesentäler und Waldränder durch ihr hartnäckiges Grasen vor
Verbuschung. Nicht nur auf die Natur, sondern auch auf den Menschen haben sie eine durchaus positive
Wirkung: So sorgen sie stets für eine Wohlfühl-Idylle und stärken das Gefühl von Unbeschwertheit.

Begegnugen mit Schäferinnen und Schäfern.
Begegnugen mit Schäferinnen und Schäfern. © Oliver Vogel

Auf der Schwäbischen Alb reicht die Tradition der Schäferzunft zurück bis ins 15. Jh. Hüteschäfer sind
heute noch in der Heidenheimer Brenzregion unterwegs. Die genügsamen Schafe bewahren Wacholderheiden vor der Verbuschung und erhalten so die typische Landschaft mit Lebensräumen für seltene Tier- und Pflanzenarten. Auf dem 158 km langen Albschäferweg wird die Schwäbische Alb und die Bedeutung der Hüte- und Wanderschäferei zum Erlebnis. Der vom Deutschen Wanderverband zertifizierte
und 2022 zu Deutschlands schönstem Wanderweg gewählte Fernwanderweg führt vorbei an Schafhöfen
und Wacholderheiden. Man wandert durch Fluss- und Trockentäler wie etwa das Wental oder das
Eselsburger Tal, die mit bizarren Felsen gespickt sind. Meteorkrater, Tropfsteinhöhlen und versteinerte
Zeugen der Urmeere bieten Geologieabenteuer pur. Auch das Lonetal, Teil des UNESCO Welterbegebietes
Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbische Alb, wird gestreift.

Wer den Albschäferweg ganz entspannt genießen und kennenlernen möchte, macht das am besten
auf den zehn angekoppelten Tagesrundwanderwegen, den Albschäfer-Zeitspuren, oder auf Wochenend-
Touren durch die schönsten Landschaftsteile.