Die Geo-Route für Wohnmobile: Eine Tour durch Urzeit und Eiszeit
Leicht
Diese Tour erstreckt sich im Osten des UNESCO Geoparks Schwäbische Alb vom Rieskratermuseum Nördlingen über den Ipf und das Limesmuseum Aalen bis zum Wental, der Charlottenhöhle und dem Lonetal. Entlang der Route begleiten Sie faszinierende Landschaften, Urzeitfunde und Kulturgeschichte auf Schritt und Tritt. Erleben Sie die Millionenjahre alte Erdgeschichte der Region hautnah.
Details der Tour
Empfohlene Jahreszeit
- J
- F
- M
- A
- M
- J
- J
- A
- S
- O
- N
- D
Die Fahrt beginnt in Nördlingen im benachbarten Geopark Ries mit einem echten „Knaller“. Das Rieskratermuseum zeigt die Entstehung und Bedeutung von Einschlagkratern bzw. des Nördlinger Rieses. Der 25 km große Krater wurde vor rd. 15 Millionen Jahren von einem großen Asteroideneinschlag verursacht.
Im nahegelegenen Bopfingen lohnt ein Abstecher zum Ipf. Der 668 Meter hohe Bergkegel gehört kulturhistorisch zu den herausragenden Keltenstätten Deutschlands. Am Fuß des Ipfs wartet ein spannendes Freilichtmuseum, bei dem Kultur und Natur Hand in Hand gehen.
In Aalen kann das ehemalige Eisenerzbergwerk „Tiefen Stollen“ besichtigt werden. Allein schon die Einfahrt ist ein echtes Erlebnis. Direkt am Wohnmobilstellplatz befinden sich die Limes-Thermen mit Saunalandschaft. Mitten in der Stadt gibt es gleich zwei sehenswerte Museen mit Superlativen: Das Limesmuseum ist eines der ältesten und bedeutendsten Römermuseen in Deutschland. Das Urweltmuseum ist das größte städtische Museum für Geologie und Paläontologie in Baden-Württemberg.
Immer weiter Richtung Heidenheimer Brenzregion führt die Reise nach Bartholomä und ins Wental. Die vom Urmeer geformte Felslandschaft lässt sich am besten auf kleinen Rundwegen erkunden. Anschließend gelangen Sie nach Königsbronn. Im Teilort Itzelberg liegt der Wohnmobilstellplatz naturnah und ruhig direkt am See. Auf der „Brenzquellrunde“ entdecken Sie Geologie, Industrie und die türkisblaue Brenzquelle, eine der schönsten und größten Karstquellen der Schwäbischen Alb.
In Heidenheim siedelten einst die Römer und Germanen. Heute erwartet Sie in den Seewiesen ein ruhig gelegener Wohnmobilstellplatz, von dem aus sich die Stadt mit ihren Museen, wie dem Museum im Römerbad, zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden lässt. Der Blick aufs historische Schloss Hellenstein begleitet Ihren Weg.
Einen wahren „Volltreffer“ präsentiert Steinheim am Albuch. Im Teilort Sontheim im Stubental befindet sich das Meteorkrater-Museum, in dem die Geschichte des Steinheimer Beckens und des dortigen Meteoriten-Einschlags von vor 15 Millionen Jahren vermittelt wird. Vom „Burgstall“ hat man einen unverbauten Blick auf den Zentralhügel.
In Gerstetten tauchen Sie ein in die „Karibik der Urzeit“, denn unter der Gerstetter Alb liegt ein 150 Millionen Jahre altes Riff des Jurameeres. Das Riffmuseum zeigt dessen urzeitliche Bewohner. Auf dem Weg nach Herbrechtingen lohnt sich ein Abstecher zum Naturdenkmal Heldenfinger Kliff mit den Spuren des tertiären Meeres von vor 15 Millionen Jahren.
Der Wohnmobilstellplatz in Herbrechtingen befindet sich am Rande des Eselsburger Tals, einem der schönsten Flusstäler der Schwäbischen Alb. Das wildromantische Tal mit seinen bizarren Felsformationen lässt sich am besten zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden.
Ein weiterer Wohnmobilstellplatz liegt mitten im Hürbetal direkt an der HöhlenErlebnisWelt Giengen-Hürben. Mit der Charlottenhöhle erwartet Sie dort eine der längsten Tropfsteinhöhlen Süddeutschlands – eindrucksvoller kann man Erdgeschichte kaum erleben. Über zahlreiche Rad- und Wanderwege gelangt man ins benachbarte Lonetal. Die in den Lonetalhöhlen gefundenen Figuren aus Mammutelfenbein zählen zu den ältesten und faszinierendsten Zeugnissen frühester menschlicher Kunst und Kultur. Auf einem Streifzug durch das idyllische Tal folgen Sie den Spuren der Eiszeit.
Die Wohnmobiltour endet in Sontheim an der Brenz. Dort geht die Schwäbische Alb ins Donauried über. Die günstige Lage zwischen Alb und Donau führte schon früh zur Besiedlung. Wichtige römische Straßen kreuzten hier. Im Ortsteil Brenz imponieren die romanische Galluskirche und das Schloss Brenz. Eine Infostelle des Geoparks Schwäbische Alb bereitet die erdgeschichtlichen Veränderungen rund um Sontheim interessant auf.